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Ev. Kirchbauverein Welver e.V.
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Interview mit Monika Marx zu den Orgelsonntagen und der Liebe zur Musik

 

 

 

Monika Marx wird am Orgelsonntag zusammen mit Markus Rüth ein Konzert in der evangelischen Kirche St. Albanus und Cyriacus geben.

 

 

 

Kirchwelver - Hören und genießen – seit dem 3. Mai ist das jeden ersten Sonntag im Monat in der evangelischen Kirche St. Albanus und Cyriacus in Kirchwelver möglich. Immer andere Musiker gestalten die Nachmittage. An diesem Sonntag wird die Welveraner Organistin Monika Marx mit Unterstützung des Soesters Markus Rüth die Musik machen. Anzeiger-Volontärin Pia Billecke sprach mit der Frau, die am 5. Juli um 15 Uhr hinter den Tasten und Pedalen der Orgel sitzen wird.

Der Gottesdienst am Sonntag ist wie in jeder Gemeinde fest verankert – die Reihe der Orgelsonntage eine ganz neue Idee. Wie ist sie entstanden?

 

Monika Marx: Die Idee zu dem Projekt hatte der Vorsitzende unseres Kirchbauvereins, Hans Volland. Bröckelnde Mauern wollen gepflegt werden und deshalb ist es wichtig, immer mal wieder Spenden einzuholen. Der Eintritt zum Konzert am Orgelsonntag ist zwar frei. Über eine kleine finanzielle Unterstützung zugunsten des Kirchbauvereins freuen wir uns trotzdem.

Orgel ist nicht gleich Orgel. Was macht das Instrument hier in Kirchwelver aus?

Marx: Die Geschichte der Orgel geht bis in das Jahr 1733 zurück. Da wurde sie von Johann Patroclus Möller erbaut. Trotz ihres Alters ist sie erstaunlich vielseitig. Alte Musik, aber auch moderne Klänge lassen sich wunderbar umsetzen – beides klingt schön.

Klavier spielen können viele, Orgel spielen nur wenige. Wieso gehören sie zu diesen wenigen Organisten?

Marx: Klavier spielen zu können, ist erst einmal Voraussetzung. Ich hatte das Glück zwölf Jahre während meiner Schulzeit Klavierunterricht zu bekommen. Weil mich meine Mutter in meiner Kindheit jeden Sonntag mit in die Kirche genommen hat, ist schon sehr früh die Liebe zur Kirchenmusik entstanden. Letztendlich war es dann der ehemalige katholische Pfarrer Klein-Doppelfeld, der immer wieder Klavierspieler angesprochen hat, sich an die Orgel zu setzen. So habe auch ich den Weg auf die Empore gefunden.

Als Organistin sitzt man oft über den Köpfen der Kirchenbesucher – ohne gesehen zu werden. Sie sind vielen Gläubigen bekannt. In welcher Weise engagieren Sie sich?

Marx: Von 2003 bis 2005 habe ich mich zur nebenamtlichen Kirchenmusikerin in den Bereichen Orgelspiel und Chorleitung ausbilden lassen. Seitdem übernehme ich Orgeldienste in Gemeinden. Manchmal spiele ich in der Petri- oder der Paulikirche in Soest, mal in der ev. Kirche in Welver oder einer anderen Landgemeinde, hin und wieder bei den Gottesdiensten in der Justizvollzugsanstalt Hamm. Vor einiger Zeit habe ich verschiedene Chöre geleitet, zum Beispiel den Gemischten Chor in Schwefe. Selbst singe ich in der Soester Stadtkantorei und im Kammerchor der Musikschule Hamm. Wenn es an der Zeit ist, werde ich auch wieder eine Chorleitung übernehmen.

Am Sonntag soll es aber nicht nur allein um die Orgel gehen. Wer ist noch am Konzert beteiligt?

Marx: Markus Rüth aus Soest wird Oboe und Englischhorn – beides Holzblasinstrumente – spielen. Wir stellen die Orgel mit barocken und romantischen Werken als Begleitinstrument vor, aber auch mit zeitgenössichen Werken als Soloinstrument. Es wird abwechselnd Stücke für Oboe/ Englischhorn und Orgel sowie Stücke nur für die Orgel geben.

Auf welches Stück aus dem Programm freuen Sie sich am meisten?

Marx: Auf Heinrich Molbes romantisches „Idillio“ für Englischhorn und Orgel. Das Englischhorn rahmt das Werk solistisch mit einer eingängigen Melodie ein, die – ebenfalls solistisch – von der Orgel erwidert wird. Im weiteren Verlauf des Stücks sorgt die Orgel als zurückhaltendes Begleitinstrument für einen wunderbaren Klangteppich unter der Melodieführung des Englischhorns, hat zwischendurch aber auch solistische Passagen. Bei den anderen Orgel-Solostücken werde ich dann die ganze Klangpracht der Orgel zur Geltung bringen.

Und was gibt es noch für Gründe, warum man am Sonntag zum Konzert kommen sollte?

Marx: Weil wir ein schönes und kontrastreiches Programm bieten, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist. Es wird klassisch, aber auch modern. Und: Weil viele Seiten der Orgel im Gottesdienst nicht gezeigt werden, am Sonntag aber schon. Außerdem: Weil es in der Kirche angenehm kühl ist...

Weitere Termine der Orgelsonntage in der evangelischen Kirche St. Albanus und Cyriacus in Kirchwelver sind der 2. August und der 13. September.